Mahnwesen und Zwangsvollstreckung

Grundlage des Mahnwesens und der Zwangsvollstreckung sind neben der Akte Forderung, Zinssatz, Fälligkeitsdatum und Anspruchsgrund. RenoVision/400 verwaltet diese Daten in sogenannten Mahnkonten.


Die Mahnkonten ermöglichen je Akte die Verwaltung von beliebig vielen Forderungen mit unterschiedlichen Höhen, Fälligkeitsdaten, Zinssätzen sowie Anspruchsgrundlagen. Bei mehreren Forderungen kann jeder Forderung ein Schuldner zugewiesen werden.


RenoVision/400 unterscheidet bei der Zinsermittlung zwischen Zinsen für Forderung, Mahnkosten sowie festgesetzte Kosten. Zinsen für Forderungen errechnet RenoVision/400 entsprechend der angegebenen Höhe und Zeiträumen. Zur Zinsermittlung über Diskont- bzw. Lombardsatz gehören die erforderlichen Tabellen zum Lieferumfang.


Automatische Buchungen nimmt RenoVision/400 bei den unterschiedlichsten Arbeitsschritten vor. Gerichts-, Zustellkosten sowie Anwalts- bzw. Inkassogebühren werden automatisch ermittelt und auf dem Mahnkonto fortgeschrieben.


Der Ausdruck des Mahnschreibens z.B. veranlasst die Buchungen der Mahngebühren sowie die angefallenen Zinsen auf das Mahnkonto. Gleiches gilt über Erstellung des Mahnbescheides bis hin zu den unterschiedlichsten Tätigkeiten in der Zwangsvollstreckung. Zur Überwachung der Vorgänge trägt RenoVision/400 weiterhin automatisch Wiedervorlagen ein, die den einzelnen Tätigkeiten entsprechen.


Einzelne Buchungen (Gerichts-, Gerichtsvollzieher-Kosten, Zahlungseingänge des Schuldners oder Drittschuldners etc.) lassen sich direkt in den Mahndaten eingeben.


Handelt es sich um Zahlungseingänge, können diese nach §§ 366, 367 BGB, nach Verbraucherkreditgesetz oder nach einem frei definierten Buchungsschlüssel verrechnet bzw. gebucht werden.


Mahnbescheid und Vollstreckungsbescheid
RenoVision/400 bedruckt den herkömmlichen Mahnbescheid und das für das zentrale Mahnverfahren ("Stuttgarter Mahnverfahren") vorgesehene Formular.


Über den Wohnsitz der Beteiligten ermittelt RenoVision/400 automatisch Mahn-, Streit- und Vollstreckungsgericht. Die Anschriften der Amts- und Landgerichte sowie deren Zuordnung gehören zum Lieferumfang von RenoVision/400.


RenoVision/400 erkennt anhand der Höhe der Forderung die Zuständigkeit des Streitgerichts (Amts- oder Landgericht). Bei Zuständigkeit des Landgerichts unterscheidet RenoVision/400 aufgrund der Besonderheit der Forderung, ob die Kammer für Handelssachen oder eine normale Zivilkammer die Sache verhandelt. Bei mehreren Gläubigern und Schuldnern wird entsprechend den Vorschriften der ZPO die vorgeschriebene Anzahl der Formulare gedruckt.


Darüber hinaus können Sie mit RenoVision/400 am Datenträgeraustausch mit den zentralen Mahngerichten teilnehmen. RenoVision/400 unterstützt folgende Nachrichtenarten, die Sie als Antragssteller vom Gericht im Datenträgeraustausch erhalten:

 

 

 

  Ziffer Nachrichtenart
 

01 

 Kosten-/Erlassnachricht zum Mahnbescheid

  02

 Zustellungs-/Nichtzustellungsnachricht zum Mahnbescheid

  04

 Kosten-/Erlassnachricht zum Vollstreckungsbescheid

 

08

 Widerspruchnachricht 
 

  16

 Zustellungs-/Nichtzustellungsnachricht zum Vollstreckungsbescheid

 

32

Abgabenachricht

 

63

Summe/maximaler Ausbaugrad

 

Zwangsvollstreckung


Mit RenoVision/400 sind die herkömmlichen Zwangsvollstreckungsformulare nicht mehr erforderlich. Hier finden die bereits erwähnten Vorlagedokumente ihren Einsatz. Der Anwender kann textliche Formulierungen jederzeit den eigenen Bedürfnissen, gesetzlichen Vorschriften oder besonderen Vollstreckungsmaßnahmen anpassen.


Wird der Erlaß eines Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses beantragt, übernimmt RenoVision/400 den zur Akte gespeicherten Drittschuldner. Haben die Schuldner verschiedene Drittschuldner, werden diese für den jeweiligen Schuldner in den Antrag auf Erlass eines Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses übernommen.


Sind mehrere Schuldner vorhanden, hält RenoVision/400 die durch eine Zwangsvollstreckung gegen sie verursachten Kosten gesondert fest.


RenoVision/400 beachtet bei dem Antrag auf Ableistung der eidesstattlichen Versicherung die Höchstwertgrenze zur Gebührenberechnung.


RenoVision/400 erkennt das zuständige Vollstreckungsgericht automatisch anhand der Postleitzahl des Schuldners und übernimmt es in den entsprechenden Antrag.


Ratenpläne

 

RenoVision/400 benötigt für die Erstellung eines Ratenplans (Ratenzahlungsvergleich) nur wenige Angaben. Erforderlich ist der zu zahlende Ratenbetrag. Sofern der Akte mehrere Schuldner zugeordnet sind, wird der ratenzahlende Schuldner angeben. Zu bestimmen ist der Beginn und die zeitliche Vereinbarung der Zahlungen. Diese können in einem monatlichen oder täglichen (z.B. 14-tägig) Rhythmus angeben werden. Die Verrechnung der Ratenzahlungen findet solange statt, bis die Restforderung geringer ist als die Höhe der Raten.

 

Forderungsaufstellung

 

RenoVision/400 druckt in der Forderungsaufstellung alle Positionen (Hauptforderung, Zinsen, Kosten für den Mahnbescheid, den Vollstreckungsbescheid, Zinsen auf die Kosten des Mahnverfahrens, Teilzahlungen etc.) sowie deren Verrechnung übersichtlich aus.